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Der
staatlich anerkannte Kneippkurort Mölln, weltweit als "Eulenspiegelstadt
mit Herz" bekannt, liegt mit seinem romantischen Stadtkern
auf einer Erhöhung im Möllner See.
Umgeben
von Wasser und Wald bietet Mölln seinen Besuchern heute ein breites
Veranstaltungsprogramm von Stadtführungen, naturkundlichen Führungen,
Theateraufführungen, Busfahrten, Wanderungen, Vorträgen, Konzerten
bis hin zu Großveranstaltungen.
Beliebt
sind Wanderungen oder Radtouren auf dem erhöhten Treidelpfad entlang
des romantischen Elbe-Lübeck-Kanals
mit mit seinen Pappelalleen und schmalen Brücken geliebt. Auch Angler
genießen die verträumte Ruhe an den Ufern des alten Kanals.
Im Jahre
1188 wird Mölln erstmals in einer Urkunde von Kaiser
Friedrich Barbarossa erwähnt. Der Kaiser gewährte der
blühenden Handelsstadt Lübeck bedeutende Vorrechte bis:
"ad stagnum mulne", also
dem Möllner See. Im 13. Jahrhundert erhielt Mölln des Stadtrecht.
Schon
im Mittelalter profitierte Mölln von seiner verkehrsgünstigen
Lage am Schnittpunkt wichtiger Handelswege: Die "Alte
Salzstraße" von Lüneburg nach Lübeck trifft
hier die Straße, die ostwärts nach Mecklenburg führte.
Hinzu kam der 1398 fertiggestellte Stecknitzkanal
als ältester Kanal Deutschlands.
Berühmt
aber wurde Mölln über die Figur des Till
Eulenspiegels. Ihm zu Ehren wurde am Markt 1996 in einem Bürgerhaus
aus dem 16. Jahrhundert das Eulenspiegelmuseum
eingerichtet.
Der
"Schalk" soll um 1300 in Kneitlingen geboren sein. Unzählige
Geschichten berichten, wie Till wieder und wieder die Obrigkeit foppte.
Später kam er nach Mölln, wo er nach wenigen Wochen im Heiliggeist-Hospital
so um 1350 starb. Noch im Tode soll Till die geldgierigen Möllner
Stadtväter hereingelegt haben. Er hinterließ der Stadt all
sein Vermögen - eine große und schwere Geldtruhe - für
ein ehrenvolles Begräbnis. Das bekam Till dann auch. Als die Stadtväter
später die Truhe öffneten, fanden sie statt des erwarteten Goldes
nur wertlose Feldsteine!
Die
Geschichten um Till Eulenspiegel wurden von dem Braunschweiger Zollschreiber
Hermann Bote schon in seinem Volksbuch
aus dem Jahre 1510 erstmals veröffentlicht. Ein städtischer
Bediensteter wandert noch heute durch die Straßen und hält
den Besuchern mit seinen deftigen Sprüchen den Spiegel vor. Auftritte
können über die Kurverwaltung gebucht werden.
Ein
Till- Gedenkstein wurde in einer Mauernische
am Westportal der St. Nicolai-Kirche eingemauert
und wird oft auch als sein Grabmal bezeichnet. Ein städtischer Bediensteter
wandert noch heute als Till verkleidet durch die Straßen und hält
den Besuchern mit seinen deftigen Sprüchen "den Spiegel vor".
Auftritte können über die Kurverwaltung gebucht werden.
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