Moin, Moin - Wir begrüßen Sie in Schleswig-Holstein,
Ihrem Ferienland zwischen Nordsee und Ostsee!
Amrum - Ferieninsel in der Nordsee 
  Kleiner Inselführer

Amrum ist mit 20 qkm (mit dem Kniepsand 30 qkm) die kleinste der drei nordfriesischen Inseln. In Nord-Süd-Richtung teilt sich Amrum in vier Zonen: im Osten der grüne Wiesen- und Ackerbereich, gefolgt vom Amrum-Wald, dann eine ausgedehnte Dünenlandschaft (bis zu 32 m hoch) und im Westen zur offenen Nordsee ein unendlich scheinender Sandstrand, der sich ca. 1 km breit über die gesamte Westküste erstreckt.

Amrum ähnelt deshalb Sylt, aber alles ist eben kleiner - aber auch gemütlicher. Mit einer Breite von ca. 3 km und einer Länge von ca. 8 km (ohne die nördl. Spitze) bietet sich die Insel als ideales Fahrrad-Paradies an. Viele Gäste, die mit dem Auto anreisen, lassen ihren Wagen deshalb auch in Dagebüll auf dem Festland stehen. Ihren Urlaub auf der Insel verbringen sie mit dem Fahrrad - Leihräder gibts übrigens genug.

Einen einmaligen Überblick über die Insel bietet sich vom Leuchtturm, der mit 67 m über dem Meeresspiegel der höchste Leuchtturm an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste ist. 120 Stufen führen erst hoch zur Düne und dann nochmals 172 im Turm bis zur Aussichtsplattform (292 Stufen).
(geöffnet Mär - Okt., Mo bis Fr 08.30h - 12.30h, im Winter nur Mi 08.30h - 12.30h, Eintritt KInder frei, Ermäßigung für Erwachsene mit Gastkarte )

Ein wenig Geschichte: Am Ende der Eiszeit - vor ca. 15.000 Jahren - war hier überall festes Land bis nach England. Die Elbe mündete ca. 100 km nordwestlich in die damalige Nordsee. Durch das Schmelzen der Gletscher stieg das Meer ca. 50 m an. So um 3.000 v. Chr. brach "Alt-Goting" in zwei Inseln auseinander: Föhr und Amrum. Bei Ebbe kann man noch heute zu Fuß von einer Insel zur anderen gelangen - eine sehr beliebte Watttour der Region.

Funde und Gräber aus der Stein-/Eisenzeit belegen eine frühe Besiedelung der Insel. Norddorf und Süddorf sind die ältesten Dörfer. Als in der Mitte zwischen beiden Orten die St.Clemens Kirche im 13. Jhdt gebaut wurde, bildete sich dort langsam ein Ort, das heutige Nebel.

Die "Metropole" Wittdün entstand erst um 1885, als ein Archtikekt aus Hannover den Charme der Insel entdeckte. Nach langwierigen Kämpfen gegen die Insulaner (lehnten das öffentliche Baden als unsittlich ab) erhielt er 1890 vom preußischen Staat endlich eine Badekonzession.

  Tagesausflug mit dem Fahrrad

Für einen ausgiebigen Tagesausflug vom Festland (Hafen Dagebüll) aus, muss man früh los (07.30h), da die Fähre über Föhr fährt und so ca. 2 Stunden unterwegs ist. Bei Ebbe kann es sogar noch etwas länger dauern, da die Einfahrt in Wittdün sehr eng und flach ist. Auf beiden Seiten des Schiffes sieht man die Vögel auf den Sandbänken herumstaken. Bei unserer Tour setzte die Fähre sogar auf, kam aber zum Glück dann doch durch.

Im Hauptort und Fährhafen Wittdün angekommen, herrschte reges Treiben. Viele Fahrgäste kamen zu Fuß und mieteten sich gleich im Hafen ihr Fahrrad für den Tag. Der Kur- und Badeort besteht aus der Hauptstraße und den Wohnhäusern in den Seitenstraßen rechts und links. Nach einem kurzen Einkauf radelten wir ca. 500 m durch den Ort und fuhren dann entlang der einzigen Nord-Süd-Straße der Insel.

Ca. 2,5 km außerhalb von Wittdün treffen wir als erste Attraktion auf den Leuchtturm. Da dieser um 12.30h schließt, sollten Sie ihn jetzt besuchen. Je nach Windrichtung und "sportlichem Ergeiz" kann man sich dann entscheiden, welcher der beiden Radwege für die Hintour nach Norddorf eingeschlagen wird: Der direkte Weg Richtung Nebel durch die Felder (ungeschützt bei Nord-/West-Winden), oder nach links durch den Amrum-Wald.

Nach ca. 4 km erreichen wir den schönsten Ort auf Amrum: Das idyllische Nebel. Hier "scheint die Zeit stillzustehen". Viele der kleinen Sträßchen zwischen den reetgedeckten Friesenhäusern wurden bewußt nicht asphaltiert. "Urige" Gartenrestaurants bieten typische Gerichte zu "zivilen Preisen". Autos sind hier eher selten. Das Fahrrad dominiert das Straßenbild.

Als Imbiss genießen wir ein "Super-Backfisch-Brötchen", wie wir es bislang noch nicht gesehen haben.

In Nebel steht auch die "letzte vollbetriebsfähige Windmühle Nordfrieslands"! Der große Erdholländer, gebaut 1771 und bis 1963 in Betrieb, steht kurz vor dem Ort auf einer Anhöhe. Jeden Sonntag von 15 bis 18 Uhr wird die Mühle - bei Wind - aktiviert.

Wie es der uralte Brauch verlangt, werden auch heute noch die Flügel in senkrechte Kreuzform gestellt, wenn jemand auf Amrum stirbt. Im ehemaligen Lagerraum der Mühle wurde das Heimatmuseum untergebracht.

In Nebel steht auch die einzige alte Kirche der Insel: St.-Clemens. Im 13. Jahrhundert wurde das Gotteshaus von den beiden Orten Nord- und Südorf errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche ausgebaut.

Berühmt sind vor allem die alten Grabsteine auf dem Friedhof. Ausgehend vom 17. Jahrhundert beinhalten die Steine neben aufwendigen bildhauerischen Arbeiten die Lebensläufe der Gestorbenen, vor allem Seefahrer und Walfang-Kapitäne. Bekannt wurde die Geschichte des Amrumer Hark Olufs. Er wurde als 16jähriger von türkischen Seeräubern gefangen und als Sklave verkauft. Dank seiner Leistungen stieg er in Afrika zum fürstlichen Schatzmeister auf und kehrte reich mit Schätzen beladen nach Amrum zurück. Dort übernahm er das angesehene Amt des Strandvogts, das ihm weiteren Reichtum (festen Anteil am Strandgut) beschehrte.
Norddorf hat sich zum zentralen Kurort mit Meerwasserschwimmbad entwickelt. Diverse Versicherungen betreiben hier Kurkliniken. Auf dem Nordzipfel liegt das Schullandheim "Ban Horn". Das 1890 von Pastor Bodelschwingh gegründete Seehospiz wurde 2002 renoviert.
Nach einem Besuch des Norddorfer Strandes - Kurtaxen frei - radeln wir durch den Amrumer Wald zurück nach Wittdün (nicht asphaltiert, für Inliner ungeeignet). In einem der gemütlichen Cafes genießen wir einen kleinen "Nachmittags-Imbiß" in Wittdün.

Da noch genügend Zeit bis zur Abfahrt der Fähre war, entschlossen wir uns zu einem Spaziergang entlang der Kurpromenade (Radfahren verboten!) - rund um die Südspitze von Amrum (45 Minuten). Oberhalb der Promenade verläuft die sog. "Wandelbahn" auf dem Deich, wo einst die kaiserlichen Badegäste "lustwandelten"!

Vor dem Strandlokal bot sich ein grandioser Ausblick über den Amrum vorgelagerten ca. 1 km breiten Kniepsand. Um 17.30h verließen wir mit der letzten Fähre die Insel.


Und hier noch ein kleiner Videoclip im WMV-Format: Amrum - "Inselhopping" Tagesausflug mit dem Fahrrad
Anreise mit der Fähre, Leuchtturm, "Sprechende Grabsteine" St.Clemens , Strandleben, etc.
ca.4:15 Min Video im WMV-Format (12,6 MB)

  Tipps für Wohnmobile und Camper

a. Längerer Aufenthalt auf der Insel geplant?
Dafür lohnt es sich, in die doch erheblichen Kosten für Fähre (Buchung über
Wyker Dampfschiffs-Reederei Föhr-Amrum GmbH, 25933 Wyk auf Föhr, Postfach 1540, (Pkw-Transport), Internet: "www.faehre.de") und Campingplatz zu investieren.

Campingplätze:

- Der »Zeltplatz 1« ist ein Campingplatz für Zelte, Wohnwagen und -mobile mit einem großen Mietwagenangebot. Seine herrliche Lage inmitten der Wittdüner Dünen, durch einen Bohlenweg mit dem Strand verbunden, lädt zu Ruhe und Erholung ein. Sein Spielplatzangebot und die Autofreiheit machen ihn zum Ferienparadies für Familien mit Kindern.
Familie Schade, Campingplatz Amrum, 25946 Wittdün auf Amrum, Tel. (04682) 2254, Fax (04682) 4348, Internet: www.ecamp.com/d/amrum/ E-Mail: amrum@camping.de.
- Der »DFK-Zeltplatz « ist ein FKK-Platz mit reichlich viel Stellplätzen in den Dünentälern im Naturschutzgebiet zu Füßen des Amrumer Leuchtturms mit direktem Zugang zum Nordsee-Badestrand. Das ist Natur pur!! Der großzügig angelegte Kinderspielplatz und die Sportanlagen liegen zentral in der Mitte des Platzes. Für Radwanderer und Inselhopper werden Leihzelte bereitgehalten. Wohnwagenstellplätze nur nach vorheriger Anmeldung.
Sommeranschrift: DFK-Familien-Ferienzeltplatz · 25946 Wittdün auf Amrum, Tel. (04682) 2408 · Fax (04682) 99108; ganzjährig: DFK-Beauftragte Kirsten und Klaus Thiesen, Veltheimstraße 13, 22149 Hamburg, Tel. (040) 691 73 28, Fax: (040) 675 88 902, Mobil: (0171) 93 672 30, E-Mail: KlausThiesen@alice-dsl.de, Internet: www.fkk-amrum.de; Winteranschrift: DFK-Geschäftsstelle, Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10 30169 Hannover, Tel. (0511) 1268-5500 · Fax (0511) 1268-5515 E-Mail: info@dfk.org .

b. Nur 1-2 tägige Stippviste auf der Insel geplant?
Wir empfehlen das tägliche "Inselhopping" - mit oder ohne Fahrrad:
Vom Campingplatz "Moin Moin" in Dagebüll aus erreichen Sie im "Katzensprung" alle Sehenswürdigkeiten der nordfriesischen Küste: - die Inseln Amrum, Föhr, Sylt (über Föhr mit dem "Adler Express") und Helgoland (über Amrum mit dem "KAT No.1"), die gesamte Hallig-Welt und das Naturerlebnis "Wattwandern"
E
in Tagesausflug von Dagebüll zur Insel Amrum mit Fahrrad retour kostet pro Person z.B. nur € 19,30 (Preise 2004).

  Wichtige Informationen

Zentrale Hotel- und Zimmerreservierung:
Bädergemeinschaft Amrum, Postfach 1247, 25941 Wittdün, Tel. 04682/891, Fax. 04682/2976
oder AmrumTouristik, Am Fähranleger, 25946 Wittdün-Amrum, Tel. 04682 - 94030, Fax 04682 - 940320, www.amrum.de, E-Mail: info@amrum.de

Jugendherbergen:
Wittdün / Amrum, Mittelstraße 1, 25946 Wittdün Tel. 046 82 / 20 10, Fax 046 82 / 17 47, E-Mail: jhwittduen@djh-nordmark.de

Anreise nach Amrum:
mit der Fähre vom Hafen Dagebüll oder vom Fähranleger Schlüttsiel

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  Weitere Angebote über Amrum im Internet

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Biike-Feuer am "Piddersday" (21.2.)

Insel-Server "www.amrum.de" (ext.)

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