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Ausflug-Tipps / Radtouren 
  Radtour oder Wanderung im Schwentinetal - Kiel-Wellingdorf bis Preetz und retour

Schon im frühen Mittelalter lag den in den Norden eingewanderten Slawen ein Fließgewässer - nahe der heutigen Landeshauptstadt Kiel - besonders am Herzen: Sie nannten es "Sventana" - Heiliger Fluss. Warum die Slawen damals diesen Fluß so hoch schätzten, wurde nicht überliefert.

Vor allem Kurzurlauber aus Kiel und der näheren Umgebung - aber auch Feriengäste - nutzen den unschätzbaren Naherholungswert: Die Schwentine lädt zu Kanu- und Schiffstouren (bis zum Wasserkraftwerk), Wandern und Radtouren ein.

Die Schwentine entspringt am ostholsteinischen Bungsberg und mündet unmittelbar vor den Toren Kiels - an einem dortigen Sperrwerk (direkt hinter der Ostring-Brücke zwischen Dietrichsdorf und Wellingdorf) - in die Kieler Förde.

Der Verlauf der Schwentine hat sich seit Vorzeiten nicht verändert. Im Unterlauf bildete sich eine einmalige Landschaft heraus (Naturschutzgebiet "Altarm der Schwentine"), die vor allem als wertvoller Naherholungsraum dient. Hier lässt sich noch heute erahnen, warum die Slawen diesen Fluss - "Sventana" - Heiliger Fluss - nannten.

Der offizielle Schwentine-Wanderweg Kiel - Preetz verläuft immer auf der rechten Flußseite (von Kiel aus gesehen). Allerdings gibt es ab der ersten Fußgängerbrücke Alternativen auf der linken Flußseite (teilweise nicht für ältere Mitmenschen oder kleinere Kinder geeignet) bis zur B202 Brücke in Rosenberg.

 Anfahrt
- von Kiel über die B76 (Richtung Preetz/Plön), Abfahrt Wellingdorf, dann rechts, am Kreisel wieder rechts, ca. 6 km bis Wellingdorf, im Ort braune Hinweisschilder "Schwentinetal", an Kreuzung nach rechts, hinter dem Schwentine-Stauwehr und Anleger der "Schwentinetalfahrt" parken (am Strassenrand oder auf der Parkfläche rechts unter der Hochbrücke/Ostring).
  Streckenbeschreibung (Hinweg)
 Länge   Station   Abstecher   Beschreibung   Bilder
  Kiel-
Wellingdorf
 

Die Tour beginnt auf der rechten Seite der Schwentine. Nach dem Parken zurück über die Schwentine-Staustelle zur Bushaltestelle (Wendeplatz), dann links bergauf, hinter Littfaßsäule links in die Grünanlage, Schild "Wanderweg". Berg runter zum Fluss.

1 km
Kleinbahn-strecke  

Nach etwas mehr als einem Kilometer unterquert man die Brücke der Kleinbahnstrecke Kiel-Schönberg, auf der Museums- und Güterzüge verkehren. Auf der anderen Flußseite dehnen sich umfangreiche Seerosenfelder aus.

2 km
-
  Kleine Holzbrücken führen über den sumpfigen Grund entlang des neu (2001) angelegten Wanderweges (teilweise mit quer ausgelegten Holz-Bolen).
3 km
Füßgänger-brücke

ab hier alternativer Weg (Vorschlag)

Über eine große Füßgängerbrücke wechseln wir hier auf die linke Seite (der offizielle Weg bleibt auf der rechten Seite!) des Tales. Wir verlassen den "offiziellen Schwentine-Weg" und folgen dem als "X" ausgezeichneten Weg. (nicht für kleine Kinder oder ältere Feriengäste geeignet - dieser Weg ist zwar landschaftlich reizvoll, aber streckenweise anstrengend)

4 km
    Fortan geht es am oberen Talhang - durch einen lichten Buchenwald - entlang. Nach einem weiteren Kilometer verlässt der Pfad die Talaue.
-
Gut Oppendorf  

Der Wanderer / Radler wird am Gut Oppendorf zunächst entlang einer kleinen Straße (Lustbarg) geführt.


-
Lustberg  

Von dort führt ein sehr schmaler Pfad den "Lustberg" hinauf.


    - Oben angekommen, bietet sich ein Landschaftspanorama, das von einem Wahrzeichen Kiels überragt wird - dem großen Portalkran der HDW-Werft.
  Heegholz - Der Wanderweg biegt nach rechts in das "Heegholz" ab und führt wieder direkt an das Schwentinetal heran - entlang "steiler" und stark bewaldeter Üferhänge (2001 war das ein sehr schwieriges Stück mit steilen, vom Regen verwaschenen Wegen - nicht für ältere Radwanderer und Kinder geeeignet).
-
ca. 6 km
Oppendorfer Mühle   Nach insgesamt ca sechs Kilometern erreicht man die "Oppendorfer Mühle" - ein Ausflugslokal mit Biergarten, wo der Chef Kai-Uwe Kielhorn (40) selbst kocht: Sauerfleisch mit Bratkartoffeln, Bauerfrühstück und gebratene Heringe in Sauer sind seine Spezialitäten. Die alte Mühle steht nicht mehr - sie wurde im zweiten Weltkrieg durch Bombem zerstört
 

Wasserkraft-
werk 1

 

Entlang der Naturschutzgebietes "Altarm Schwentine" und Obstplantagen geht es weiter bis "Rastofer Mühle". Hier befindet sich das Wasserkraftwerk 1 der Kieler Stadtwerke aus dem Jahre 1904.

Ab hier nicht mehr dem Wegzeichen "x" folgen sondern links abbiegen (siehe Bild).

  Wasserkraft-
werk 2
  Beide Gebäude stehen, wie auch das Wasserkraftwerk 2 (weitere 800m Flussaufwärts) aus dem Jahre 1909, unter Denkmalschutz. Beide Anlagen sind zwar "sehr wartungsaufwendig", so der Betriebselektriker Hans-Gühnter Frehse (55), doch tragen sie zusammen mit einer Leistung von rund 1,8 Megawatt immer noch zur Stromerzeugung bei. Rund 0,4% des gesamten Strombedarfs der Landeshauptstadt Kiel und Umgebung im Jahr 2001 wurden über die beiden historischen Wasserkraftwerke gedeckt.
  Rosensee   Auf der linken Seite der Schwentine - vorbei am Wasserkraftwerk 2 erreichen wir den "Rosensee" vor dem Ort Rosenberg. Schon weit über den künstlichen Stausee (für die Wasserkraftwerke angelegt) können wir die bekannte "Weiße Brücke", die den Rosensee überspannt, erkennen.
    Alternative für kürzeren Rückweg Hier kann man auf das andere Ufer wechseln, um von hier aus den Rückweg anzutreten. Nach der Brücke - auf dem offiziellen Schwentine-Wanderweg - zurück Richtung Kiel.
  Rosenberg   Durch das Dorf Rosenberg, kurzes Stück an der B202 bis zur Schwentinebrücke, Unterführung unter Brücke, dort Parkplatz und Kanuanlandestelle, ab hier geht es nur noch auf der rechten Flußseite bis nach Preetz (Wanderzeichen x).
  Schwentinetal Niederungen   Zuvor sollte man sich aber einen Blick vom ausgebauten Aussichtspunkt an dieser Gablung auf eine ausgedehnte Niederung des Schwentinetals gönnen. Der Wechsel von engen, steilen Talabschnitten und weiten Niederungen ist mit der Flussgeschichte verbunden. Nach der Eiszeit vor 10.000 Jahren blieben mit dem Abtauen der Gletscher riesige Eisblöcke zwischen aufgeschobenen Erdmassen (Moränen) zurück. Diese "Toteisblöcke" schmolzen, es entstanden natürliche Stauseen. Irgendwann brach das Wasser durch, es bildeten sich enge "Durchsbruchtäler" - und dort, wo Toteis-Seen leerliefen, finden sich heute Niederungen.
  Totenredder   Hinter dem "Totenredder" verbirgt sich ebenfalls Geschichte: "Im früheren Zeiten hatten Menschen aus Rosenfeld ihre Verstorbenen auf diesem Pfad nach Preetz transportiert", erklärt Rudi Hahn, Bau- und Umweltamtsleiter der Gemeinde Raisdorf. Der "Totenredder" geht in die "Rastofer Straße" über, die den Wanderer bis nach Preetz führt.
ca. 16 km Preetz  

Direkt am Ortseingang sollte man links einen Weg zur Klosterkirche nehmen - unserem Ziel. Die im 14 Jahrhundert errichtete und 1885 restaurierte Kirche gehört zum ehemaligen Benediktinerinkloster "Campus Beatae Mariae".

Preetz liegt am Kirchsee - bis hierhin floß die Schwentine - vom Bungsberg her - durch die Holsteinische Seenplatte - ab hier bis Kiel bleibt nur ein "Flüßchen".

Und wenn "Nichts mehr geht": Vom Bahnhof Preetz fahren regelmässig Züge zum Kieler-HBF, von dort per Buslinie 2 zurück nach Wellingdorf.



  Streckenbeschreibung (Rückweg)
 Länge   Station   Abstecher   Beschreibung   Bilder
  Retour bis Rosenberg   Der Rückweg bis Rosenberg ist gleich. An der Schwentinebrücke dort (B202), Unterführung unter Brücke - wie beim Hinweg - nun aber geradeaus (links halten) an der Strasse dem "x" folgen, dann rechts in den Wald. Achtung: der "x"-Weg wechselt in der Folge häufiger an Abzweigungen (immer auf der rechten Seite bleiben!).
  Tierpark   Auf dem offiziellen Schwentine-Wanderweg erreichen wir jetzt den Vogel-/Tierpark "xx" und fahren durch die Freigehege, Reitplatz(u.a. mit Wildschweinen).
      Hier zweigt sich nun der Wanderweg: Sie können dem Weg oberhalb der Schwentine folgen (kürzerer und einfachere Weg Richtung Kiel) oder dem "x" talabwärts folgen.
  Ausflugslokal "Villa Fernsicht" Alternative talabwärts Hier lädt das Ausflugslokal "Villa Fernsicht" (Internetangebot) zu einer Pause ein. Weiter unten an der Schwentine liegt die "Rastorfer Mühle" - hier können Obst, Saft und Obstwein direkt vom Bauernhof bezogen werden. Danach wieder den Berg hoch zum Wanderweg!.
  Oppendorfer Mühle   Vor der Brücke bei dem Ausflugslokal "Oppendorfer Mühle" (liegt jetzt rechts von der Schwentine) nach links durch das Vogelschutzgebiet.
  Vogelschutzzgebiet   Eine Schautafel am Weg (mit Karte) weißt auf das Vogelschutzgebiet "Altarm Schwentine" hin, dass wir jetzt durchqueren. Wir folgen dem "Schwentineweg" bis Klausdorf.
  Klausdorf   Im Ort selber verliert sich der Weg. Über normale Strassen - nach zweimal suchen - erreichen wir das Ortszentrum (Parkplatz). Dort findet sich wieder ein Hinweis auf den Schwentinewanderweg "Richtung Wellingdorf".  
ca. 32 km zurück bis Ausgangspunkt Wellingdorf   rund 2,3 km fahren wir über neu angelegte Wege (teilweise Knüppeldämme) entlang der Schwentine, schöne Gärten auf der linken Seite. Wir erreichen die Fußgängerbrücke, wo wir auf der Hintour aufs andere Ufer wechselten. Jetzt noch 1 km bis zum Startpunkt Wellingdorf. Allerdings müssen wir jetzt noch "bergan" den Flusslauf der Schwentine verlassen.
 Weitere Informationen im Internet
 Tipps zu Radwanderkarten von "quic KIEL" (ext.)
 Übersicht Radtouren
Alle Angaben ohne Gewähr.

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