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Besichtigungen
/ Naturparks
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| Vogelkunde - der Seeadler - |
Seeadler
im Aufwind In
den 70er Jahren schien das Schicksal der Seeadler besiegelt. Ihr Überleben
hing an einem seidenen Faden, denn die wenigen Brutpaare hatten kaum noch
Nachwuchs. Die Giftbelastung der Nahrung, insbesondere durch das DDT auf
den Feldern, sowie die zahlreichen Störungen der scheuen Seeadler an
ihren Brutplätzen waren die Ursachen. Wissenschaftler konnten beweisen,
dass die Rückstände von Pestiziden bei vielen Greifvogelarten
zu einer erhöhten Embryonensterblichkeit und zur Reduktion der Eischalendicke
führten. Häufig zerbrachen die Eier schon unter dem brütenden
Altvogel. Der Bruterfolg sank vielerort gegen Null.
Das Anwendungsverbot von DDT im Jahre 1972 und umfangreiche Schutzmaßnahmen im Nestbereich der Seeadler konnten den Rückgang der Population stoppen. Aufgrund der Schutzmaßnahmen brüteten im Jahr 2003 erstmals über 35 Seeadlerpaare in Schleswig-Holstein, davon zwei Paare im Kreis Schleswig-Flensburg. Auch an der nordfriesischen Westküste können wieder Seeadler beobachtet werden, die dort vornehmlich in den Wintermonaten rasten und von dem Vogelreichtum des Nationalparks Wattenmeer profitieren.
Aufgrund der schleswig-holsteinischen Erfolge siedelten sich ab 1996 erstmals wieder Seeadler im benachbarten Dänemark an. Dort brüten in diesem Jahr (2003) acht Paare. Trotz dieser Erfolge darf nicht vergessen werden, dass Seeadler nach wie vor durch viele Gefahren bedroht werden. So ahben neuere Untersuchungen über die Todesursachen gezeigt, dass viele Jungvögel an Stromleitungen, Windkraftanlagen und Eisenbahntrassen zu Tode kommen. Um diese Verluste zu vermindern, werden die Gefahrenpunkte insbesondere in den Brutgebieten systematisch erfasst und zum Beispiel mit Hilfe der Stromversorgungs-unternehmen entschärft. Da sich Mittelspannungsmasten mit Stützisolatoren als besondere Gefahrenquellen erwiesen haben, werden sie mit speziellen Kunststoffhauben versehen.
Zur finanziellen Unterstützung des Projektes wurde ein „Förderkreis Seeadlerschutz“ ins Leben gerufen. Dem Förderkreis kann jeder Interessierte beitreten und sich mit einem jährlichen Förderbeitrag von mindestens 30 Euro engagieren. Dafür erhält jedes Mitglied einen farbigen Jahresbericht über die laufende Arbeit und wird zu exclusiven Seeadler-Führungen eingeladen. (Quelle: Heft „Aktion Sparkasse“ Nr.2 Mai 2003, Seite 14 f, Fotos: mit freundlicher Genehmigung Bernd Struwe-Juhl Projektgruppe Seeadlerschutz, "Alter Seeadler sitzt im Baum" von Andreas Schulz-Benick, "Junger Seeadler im Flug" von Thomas Lorenz). |
| Wichtige Informationen |
| Information: Projektgruppe Seeadlerschutz Schleswig-Holstein e.V. Biologiezentrum, Olshausenstrasse 40, 24118 Kiel, Seeadler-Tel. 0431/880-4501, Fax: 0431 / 880-4596, Internet: www.projektgruppeseeadlerschutz.de. |
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| Weitere Informationen im Internet | |||
| NABU Schleswig-Holstein (ext.) |
Verein Jordsand (ext.) |
Nationalparkamt Wattenmeer (ext.) |
Schutzstation
Wattenmeer (ext.) |
| Alle Angaben ohne Gewähr. |
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