Moin, Moin - Wir begrüßen Sie in Schleswig-Holstein,
Ihrem Ferienland zwischen Nordsee und Ostsee!
Besichtigungen / Naturparks 
 Vogelkunde - der Weißstorch -

Herzlich willkommen!
Seien Sie zu Gast bei den Störchen im NABU Naturschutzzentrum Bergenhusen -
DAS Erlebnis für die ganze Familie

Der Weißstorch
Wer kennt ihn nicht, den Weißstorch. Kein anderer Großvogel hat sich so eng dem Menschen angeschlossen. In vielen Liedern, Reimen und Überlieferungen findet er Beachtung, und jedermann ist der Storch als Glücks- und Kinderbringer bekannt.

Für den Schutz des Weißstorchs engagiert sich in Deutschland und weltweit der NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.), der den Storch im Wappen führt.

Leicht zu erkennen
Mit dem weiß-schwarzen Gefieder, den roten Beinen und dem langen roten Schnabel ist der Weißstorch mit keinem anderen Vogel zu verwechseln.

Adebar wird etwa 80 cm groß, kann 2,5 bis 4,5 kg wiegen, und seine Flügelspannweite erreicht 2 m.

Der Storchensommer
Der Weißstorch brütet in ganz Europa, Kleinasien und Nordafrika. Anfang April kommen die Störche aus Afrika zurück, besetzen möglichst ihr angestammtes Nest, und schon nach kurzer Zeit paaren sie sich. Nach wenigen Tagen werden im Abstand von 2 Tagen 2 bis 6 Eier gelegt. Etwa 30 Tage später schlüpft das erste Küken. Die Jungstörche wachsen sehr schnell, und die Eltern haben alle Hände voll zu tun, um genügend Nahrung, wie Regenwürmer, Amphibien, Kleinsäuger und Insekten, herbeizuschaffen.

Nach 3 Wochen stehen die Jungen bereits im Nest, und nach 7 Wochen sind sie schon fast so groß wie die Eltern. Sie unterscheiden sich nur durch den schwärzlichen Schnabel und die dunkleren Beine von den Altstörchen. Im Alter von 2 Monaten verlassen sie das Nest und starten zu ersten Rundflügen. Zeitweise werden sie auch jetzt noch auf dem Nest von den Eltern gefüttert, aber sie gehen auch schon selbst auf Nahrungssuche. Mitte August sammeln sich die Jungstörche zu ihrer weiten Reise nach Afrika, 1 - 2 Wochen vor den Eltern.


Die Reise in den Süden
Als Zugvögel verbringen die Störche den Winter in Afrika. Ihre Winterquartiere liegen in West-, Ost- und Südafrika. Um dorthin zu gelangen, müssen die Vögel bis zu 10.000 km weit fliegen. Die Zugrichtung ist den Störchen angeboren. Sie ziehen auf zwei unterschiedlichen Routen in ihre Winterquartiere. Eine sogenannte Zugscheide verläuft mitten durch Deutschland, von Holland aus zum Harz, und von dort nach Süden bis zu den Alpen. Störche, die westlich dieser imaginären Linie brüten, ziehen im allgemeinen über Frankreich, Spanien und die Straße von Gibraltar nach Westafrika. Die "Oststörche" dagegen fliegen über Osteuropa in die Türkei, überqueren dort den Bosporus und ziehen über Libanon, Israel, Ägypten nach Ost- und Südafrika. Störche, die in Schleswig-Hostein brüten, sind, bis auf wenige Ausnahmen, "Ostzieher".

Schwarze Aussichten für Adebar?
In den Jahren 1994/95 fand, organisiert vom NABU Institut für Wiesen und Feuchtgebiete in Bergenhusen, eine internationale Bestandserfassung des Weißstorchs statt. Der Weltbestand des Weißstorchs wird nach dieser Zählung auf etwa 166.000 Brutpaare geschätzt. Ein Großteil davon findet sich in Osteuropa, z.B. in Polen, wo um die 40.000 Paare brüten. In Deutschland und Mitteleuropa dagegen, in Ländern, in denen eine intensive Landwirtschaft die Feuchtgebiete und andere Lebensräume des Weißstorchs zerstört, bleiben immer mehr Storchenhorste verwaist.

Im Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland brüteten im Jahr 1934 noch mehr als 9.000 Storchenpaare, heute sind es nur noch um die 4.000. Trotz einer leichten Bestandserholung in den letzten Jahren kann für die Bemühungen um den Schutz des Weißstorchs noch keine Entwarnung gegeben werden. Langfristig wird es für den Storch nur dann eine Chance geben, wenn feuchtes Grünland nicht weiter für eine intensive landwirtschaftliche Nutzung entwässert wird, und wenn Flüsse die Möglichkeit haben flußnahe Wiesen und Weiden periodisch zu überfluten.


Der Weißstorch in Schleswig-Holstein
Auch in Schleswig-Holstein ist der Bestand des Weißstorchs stark zurückgegangen. 1907 brüteten hier 2.670 Paare, 1967 waren noch 659 Nester besetzt und im Jahr 1998 fanden sich gerade noch 240 Weißstorchpaare in Schleswig-Holstein ein.

Bergenhusen, in der Eider-Treene-Sorge Niederung gelegen, ist das "Storchendorf" Schleswig-Holsteins mit 10 bis 14 besetzten Storchenhorsten in den letzten Jahren. Mitten im Dorf befindet sich in einem restaurierten, reetgedeckten Bauernhaus das NABU Naturschutzzentrum. Hier erfährt der Besucher in einer groflen Weißstorchausstellung alles Wissenswerte über Adebar und seinen Lebensraum.
(Inhalt: NABU Naturschutzzentrum Bergenhusen, Maria Schulz)

Anschrift:
Naturschutzbund Deutschland, Goosstroot 1, D-24861 Bergenhusen, Info-Telefon: 04885-570, Fax: 044885-583, E-Mail: nabu-inst.bergenhusen@t-online.de

 Buch-Tipps zur Vogelkunde   - hier ansehen und direkt bestellen 
Klicken Sie bitte hier!
 Weitere Informationen im Internet

NABU Schleswig-Holstein (ext.)

Verein Jordsand (ext.)

Nationalparkamt Wattenmeer (ext.)

NABU Naturzentrum Katinger Watt, Tönning

NABU Naturzentrum Bergenhusen

Infozentrum Wiedingharde

Watvögel in Küstengewässern ( engl.) (ext.)

Vogelnamen Übersetz. in div.Sprachen (ext.)

Tipps für die Vogelbeobachtung (ext.)

Alle Angaben ohne Gewähr.

Ferienland-SH

Inhalt A - Z

Ferienland-MV

SG Home

CLC Home

Konzept, Design, Gestaltung: CLC Interactive Media GmbH, Flensburg
Copyright © 1996-2003 • E-mail @ CLC Interactive Media