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Moin,
Moin - Wir begrüßen Sie in Schleswig-Holstein, Ihrem Ferienland zwischen Nordsee und Ostsee! |
Besichtigungen - Nord-Ostsee-Kanal | |
| Der Nord-Ostsee-Kanal | |
Der
Nord-Ostsee-Kanal verbindet seit 106 Jahren die beiden Meere. Auf einer
Länge von ca. 99 km durchquert der Kanal gesamt Schleswig-Holstein
und teilt das nördlichste Bundesland in zwei Hälften.
Dabei führt die Wasserstraße - mal im engen Kanalbett, mal in Seen - nahezu auf der gesamten Länge durch eine herrliche Naturlandschaft. Auf beiden Seiten verlaufen Radwanderwege oder die Betonplattenstraße des Wasser- und Schiffahrtsamtes.
Der Kanal stellt eine Seeverbindung zwischen Brunsbüttel an der Elbmündung und der Kieler Förde her. Diese direkte Schiffahrtsstraße zwischen Nord- und Ostsee erspart vielen Schiffen den zeitaufwendigen Weg um Skagen. Das bedeutet eine Wegverkürzung um 250 Seemeilen (1,865 km = 1 Seemeile). Auf
seinem Wege quer durch Schleswig-Holstein durchquert der Kanal von Westen
her zunächst das Marschland der Westküste, durchschneidet den bis zu 25
m hohen Geestrücken und verläuft in nordöstlicher Richtung quer durch
das von der Eiszeit geprägte holsteinische Hügelland. | ||||||||
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Kleine Segelyachten und Motorboote, aber vor allem großer Frachter passieren die Schleuse. Der Nord-Ostsee-Kanal trägt im Handelsverkehr der Ostsee-Anrainerstaaten mit der übrigen Welt dazu bei, nicht nur Zeit und Geld, sondern auch Rohstoffe zu sparen. Natürlich werden aufgrund der kürzeren Wege durch den Kanal zusätzliche Umweltbelastungen durch den zunehmenden Welthandelsverkehr mehr als reduzieren. | ||||||||
| Geschichte des Kanalbaus | ||||||||
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Ein Kanal von der Nordsee zur Ostsee war schon seit Jahrhunderten der Traum der handeltreibenden Geschäftsleute. Allein von 1858 bis 1887 gingen hunderte von Schiffen verloren, wobei sehr viele Seeleute ihr Leben lassen mussten. Die Jammerbucht, nördlich von Esbjerg/Dänemark, trägt deshalb zu Recht ihren Namen. Seit 1559 wurden mehr als 30 Kanäle unter Einbeziehung der natürlichen Wasserstraßen geplant, keiner jedoch verwirklicht. Erst von 1777 bis 1784 wurde ein Kanalvon 34 km Länge, der sich von der Kieler Förde bis nach Rendsburg erstreckte, gebaut. Von dort gelangten die Schiffe dann auf der Eider an Tönning vorbei in die Nordsee. Diesen Kanal konnten jedoch nur Schiffe mit einem max. Tiefgang von 2.80 m befahren, so dass die größeren Schiffe weiter den verlustreichen Weg via Skagen nehmen mussten. Im Jahre 1878 legte der Hamburger Reeder Hermann Dahlström dem derzeitigen Reichskanzler Bismarck einen brauchbaren Plan eines Schifffahrtskanals vor, der sich allein aus den Befahrensabgaben rentieren sollte. Der ehemalige "Kaiser Wilhelm Kanal" fand seinen Ursprung in den mitiltärischen Überlegungen des späten Preußenstaates. Die damaligen Militärchefs, insbesondere Graf von Moltke, wollten jedoch wegen der Bedrohung durch England lieber eine Kriegsflotte für die Nordsee und eine für die Ostsee. Zu damaliger Zeit befand sich Helgoland noch im Besitz der Engländer und erst als Bismarck vorschlug, Helgoland gegen die sich in deutschem Besitz befindliche Insel Sansibar einzutauschen, gaben die Militärchefs ihren Widerstand auf. Der Tausch wurde aber erst nach dem Ende der Amtszeit von Bismarck vollzogen. Am 16. März 1886 wurde dann das Reichsgesetz betreffend der Herstellung des Kaiser-Wilhelm-Kanals erlassen. Die Wasserstraße zwischen Nord- und Ostsee wurde somit als unabdingbare Voraussetzung für die geheime und unbehinderte Verschiebung von Flottenteilen zwischen den beiden Seegebieten Nord- und Ostsee. In einem kühnen Linienzug legte die Planung eine Wasserstraße quer durch Schleswig-Holstein fest. In einer Länge von 95 km sollte der Kanal allen Schiffen der kaiserlichen Marine die schnellstmögliche Passage zwischen Kiel-Holtenau und Brunsbüttel ermöglichen. Die Auswirkung auf die Menschen in den betroffenen Gebieten und deren Verkehrswege spielte bei den Überlegungen der damaligen Zeit eine untergeordnete Rolle. Immerhin gab es Entschädigungszahlungen für enteignetes Land. Dafür aber wurde tätige Mitarbeit und Zurverfügungstellung von Material und Fuhrkapazitäten aller Kommunen im Kanalbereich angefordert. So begann der Kanalbau im Jahre 1887. In einer bis dahin nicht gekannten Bravourleistung an Organisation, Technik und menschlichem Einsatz konnte der Bau bereits 1895 vollendet werden. Als erstes Schiff durchfuhr die kaiserliche Yacht "Hohenzollern" mit S. Kaiserl. Majestät Wilhelm II. die neue Wasserstraße. Da man auf Seiten der Wirtschaft gleich den beachtlichen wirschaftlichen Nutzen des Kanals erkannte, überwog sehr bald die zivile Nutzung der Wasserstraße die militärische Verwendung.
Der zunehmende Welthandel nach dem Krieg hatte eine weitere Zunahme des Seeverkehrs zur Folge. Die Anzahl und Größe der Schiffe bedeutete für den Kanal eine bedenkliche Erosion der Unterwasser-Böschungen. Daher mußten erhebliche Ausbesserungsmaßnahmen zur Sicherung und Erhaltung der Fahrtiefe durchgeführt werden. Außerdem konnten Schiffsbegegnungen bei großen Schiffen nur an den dafür vorgesehenen Ausweichstellen stattfinden. Teure Wartezeiten waren die Folge. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und die Zukunft des Kanals zu sichern, wurde eine erneute Verbreiterung des Kanals auf eine Sohlenbreite von 90 m beschlossen und bis 1966 durchgeführt. Die Einweihung des Kanals jährte sich im Jahre 1995 zum 100. Male und wurde in einer großen Festveranstaltung der Städte Brunsbüttel und Kiel gewürdigt. Für die Regionen Brunsbüttel und Kiel stellt der Nord-Ostsee-Kanal einen entscheidenden Wirtschaftsfaktor dar. Als Bundeswasserstraße obliegt dem Bund die Aufgabe der Pflege und des Betriebes dieser Wasserstraße (Wasser- und Schiffahrtdirektion Nord). Dazu zählen Instandhaltung des Kanalbettes, die sichere Verkehrsführung, der Betrieb der Schleusen und der Betrieb der Fährverbindungen über den Kanal. Bei der Schiffsführung bedient sich die Bundesbehörde der Dienste der Lotsenbrüderschaft. Die Lotsen sind verantwortlich für das sichere Führen der Schiffe nach den Vorgaben der Verkehrslenkung. So übernimmt etwa der Hafen-Lotse in Brunsbüttel ein Schiff, um es aus der Elbe in die Schleuse zu dirigieren. Von dort wird der Schiffsführer von erfahrenen Kanal-Lotsen auf dem Weg nach Kiel Holtenau beraten. Auf größeren Schiffen kann der Lotse durch einen zusätzlichen Kanal-Steuerer unterstützt werden. Neben diesen Dienstleistern gibt es noch eine Reihe weiterer Zulieferbetriebe, die direkt oder indirekt vom Kanalbetrieb profitieren (Quelle: Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel) | ||||||||
| Urlauber-Tipps | ||||||||
| Fahrradtouren am Nord-Ostse-Kanal, Schiffstouren auf dem ruhigen Kanalwasser von Brunsbüttel, Rendsburg oder Kiel, Besuch der Brunsbütteler Schleuse und des Schleusen-Museums "Atrium". Weitere Informationen bei der "TINOK" - Tourist-Information Nord-Ostsee-Kanal, Altstädter Markt 1, 24768 Rendsburg, Tel: 0 43 31 - 2 11 20, Fax: 0 43 31 - 2 33 69, Öffnungszeiten: , Mo. - Fr. 10 - 17 Uhr, Sa. 10 - 13 Uhr Internet: www.tinok.de |
| Weitere Informationen im Internet | |
| "Ship-Watching" am NO-Kanals | |
| Tipps
zu Radwanderkarten von "quic
KIEL" (ext.) |
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| Wasser-
und Schiffahrtsamt, Kiel (ext.) |
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| Wasser- und Schiffahrtsamt, Brunsbüttel (ext.) | |
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