Moin, Moin - Wir begrüßen Sie in Schleswig-Holstein,
Ihrem Ferienland zwischen Nordsee und Ostsee!
Sehenswürdigkeiten / Nordfriesland 
 Emil Nolde Museum - Seebüll (bei Neukirchen / Nordfriesland)
Noch heute sieht die nordfriesische Landschaft im Sommer so aus, wie sie Expressionist Emil Nolde (1867 - 1956) in seinen leuchtend farbigen Bildern wiedergab: strahlend blauer Himmel, saftige Marschwiesen und bunte Blumenfelder, über die immer ein stetiger Seewind temperamentvoll fegt.

Emil Noldes ehemaliges Wohnhaus und Atelier - ein durchaus eigenwilliger, burgartiger Backsteinbau, Ausstellung im Ober- und Erdgeschoß, Café mit Gästehaus (Übernachtungen möglich) und Museumsshop im Nebengebäude - ist eine Oase für Nolde-Fans. Weit über 70.000 Kunstfreunde pilgern jährlich nach Seebüll.

Im ehemaligen Atelier im Erdgeschoß finden Besucher eine Auswahl seiner religiösen Bilder mit dem neunteiligen Werk "Das Leben Christi" 1911/12.

Besonders beeindruckt die Präsentation von Noldes Bildern in der Umgebung, in der sie entstanden. Dies macht einen Besuch im Nolde-Museum, verbunden mit einer ausgedehnten Wanderung durch die nordfriesische Natur nicht nur im Sommer, zu einem unvergeßlichen Erlebnis.

 Sein Leben
Emil Nolde (1867 - 1956) - sein ursprünglicher Name war Emil Hansen - zählt zu den führenden Malern des Expressionismus und gilt als einer der großen Aquarellisten in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Sein eigentliches Ausdrucksmittel war die Farbe. Noldes ehemaliger Wohnsitz Seebüll (seit 1927) liegt an der Grenze zu Dänemark - inmitten der weiten Marschlandschaft nahe der Nordsee, nicht weit von Tondern und dem Dorf Nolde, wo der Maler am 07.August 1867 als Sohn eines Bauerns geboren wurde.

Nolde hatte drei Brüder und eine Schwester. Schon als Kind zeigte sich seine Begabung. Er zeichnete, malte und modellierte von Jugend an. 1884-88 war Emil Nolde Lehrling als Holzschnitzer in einer Flensburger Möbelfabrik. Neben der handwerklichen Ausbildung erhält er täglich auch Zeichenunterricht.

1892 zieht Nolde nach St.Gallen in der Schweiz. Dort beschließt er, Maler zu werden. In Kopenhagen lernt er die Pastorentochter Ada Vilstrup kennen. Er heiratet sie 1902 und nimmt den Künstlernamen nach seinem Geburtsort "Nolde" an. Der Künstler ist weit und häufig gereist. Die Winter verbrachte er zumeist in Berlin. Doch empfand er Zeitlebens eine tiefe Verbundenheit zu seiner Heimatlandschaft. So ließ er sich von 1927 bis 1937 das Haus Seebüll nach eigenen Entwürfen bauen.

Während der Nazi-Herrschaft, als seine Kunst als "entartet" gebrandmarkt war und Nolde nicht malen durfte (1941 - 1945), war Seebüll Ort seiner Zuflucht. 1937 werden 1.052 Bilder von den Nazis beschlagnahmt. Nach dem Tode von Ada heiratet er 1948 Jolanthe Erdmann. Am 13. April 1956 starb Emil Nolde im Hause Seebüll.

 Sein Werk - ständig wechselnde Ausstellungen

Gemäß Noldes testamentarischer Verfügung wurde das Haus als "Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde" der Allgemeinheit geöffnet. Bei der Umgestaltung wurde besonderen Wert darauf gelegt, daß Haus und Innenräume nur geringfügige Änderungen erfuhren. Somit gleicht ein Gang durch die Ausstellung mehr einem Atelierbesuch als der Besichtigung eines Museums.

Im jährlichen Wechsel werden in Seebüll Sonderausstellungen gezeigt, die jeweils einen neuen Querschnitt durch das Gesamtwerk des Malers geben: Gemälde, Aquarelle, darunter eine Folge der "Ungemalten Bilder" (über 1.300 kleinformatige Aquarelle, während der Nazi-Herrschaft ab 1938 heimlich in Seebüll entstanden), Zeichnungen, Graphik und Kunsthandwerk, insgesamt je Ausstellung immer etwa 170 Arbeiten.

Am früheren Wohn- und Schaffensort des Künstlers werden auch in diesem Jahr wieder bis zu 80 000 Besucher erwartet

 Persönlicher Tipp

Überall, wo sich der Maler niederließ, legte er Blumengärten an. Auch das Haus Seebüll ist von einem prachtvollen Garten umgeben, der von Emil Nolde persönlich entworfen wurde.
Besonders beeindruckend ist der Nolde-Garten vor allem im Sommer, wenn die Stauden in voller Pracht blühen. Auch schon im Frühjahr ist der herrliche Garten einen Rundgang wert. (Klicken Sie auf die Bilder!)

 Wichtige Informationen

Anfahrt:
Über die B5, dann an dem Kreisverkehr nach Niebüll (hinter der Abfahrt zur Autoverladung) nach links Richtung Klanxbüll und den Hinweisschildern „Nolde-Museum“ folgen, ab Niebüll ca. 16 km Anfahrt
, großer Parkplatz - kostenlos, auch für größere Wohnmobile geeignet, Übernachtung verboten

Bahnstationen in Niebüll und Klanxbüll - Taxi und Fahrradverleih an beiden Bahnhöfen
Omnibusverbindung: Niebüll - Seebüll oder Fischerhäuser, dann ca. 1 km Fußweg.

Öffnungszeiten:
Täglich 27. Februar bis Ende November 10 - 18 Uhr, von Juni bis September: zusätzlich Donnerstags bis 20 Uhr , Eintritt EUR 8.-, für Schüler und Studenten EUR 3,-, individuelle Führungen, z.B. für Schulklassen, nach Absprache. Das Museum hat auch Gästezimmer und Appartements.

Anschrift:
Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde, D-25927 Neukirchen, Telefon 04664-98 39 30
Gästehaus mit Café und Fremdenzimmer, Telefon 04664-98 39 70, Telefax 04664-98 39 729
, Internet: www.nolde-stiftung.de

 Weitere Informationen über die Region im Internet

kleiner Stadtführer Tönning

 Stadt-Server "www.toenning.de"

Multimar Wattforum

Schiffstouren von Tönning

Eidersperrwerk

Schiffstouren vom Eidersperrwerk

Wattenmeer Infozentrum Wiedingharde

Alle Angaben ohne Gewähr.

Ferienland-SH

Inhalt A - Z

Ferienland-MV

CLC Home

Konzept, Design, Gestaltung: CLC Interactive Media GmbH, Flensburg
Copyright © 1996-2010 • E-mail @ CLC Interactive Media