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in Schleswig-Holstein |
| Geschichte von Haithabu, bei Schleswig |
| Die
Siedlung an der Schlei Dem Fortschritt in der Schiffbautechnik war es im 8. Jahrhundert zu verdanken, dass der Handel zwischen Skandinavien und Westeuropa aufblühte. Im Zuge der Ausdehung dieser Handelsbeziehungen auf den Ostseeraum brauchte es einen zentral gelegenen Umschlagplatz für die Waren. Die kleine Siedlung Haithabu, 40 Kilometer landeinwärts an der Schlei gelegen, war ideal erreichbar und gut zu schützen. Aufzeichnungen zu Folge ließ der dänische König Göttrik zu beginn des 9. Jahrhunderts Kaufleute einer slawischen Siedlung an der Wismarer Bucht nach Haithabu umsiedeln. Deren Einwohnerzahl wuchs stetig an. Haithabu entwickelte sich zu dem Platz im Norden Europas, an dem Menschen zum ersten mal in einer stadtartigen Siedlung zusammenwohnten. Hier gelang erstmals der Übergang vom gewohnten dörflichen Leben, zur städtischen Form. Am Ort wurden vielfältige handwerkliche Tätigkeiten ausgeübt. Rund 1500 Menschen sollen zur Blühtzeit in Haithabu in der Siedlung an der Schlei gelebt haben. Der Übergang
vom Dorf zur Stadt In der Großfestungsanlage des Danewerks ist Haithabu erst verhältnismäßig spät, in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts, durch den Bau des Verbindungswalles (um 968 errichtet) einbezogen worden.Die Siedlung war von ihren Anfängen bis etwa in die mitte des 10. Jahrhunderts unbefestigt geblieben. In früherer Zeit mochte die nördlich von Haithabu auf einer zirka 25 Meter hohen Moränenkuppe liegende sogenannte Hochburg den Einwohnern als Fluchtburg gedient haben. Haithabu wurde im mittleren 10. Jahrhundert durch einen 1310 Meter langen, halbkreisförmigen Wall befestigt. Ein schnitt durch den Wall zeigt, das es mehrere Bauphasen gab. War der älteste Wall nur zwei Meter hoch bei einer Basisbreite von vier Metern, so erreichte der sechte Wallausbau schließlich eine Höhe von über sieben Metern. Die Wallfronten dürften mit Holzverbretterungen oder auch Sondenpackungen verstreift worden sein. Auf der Wallkrone sind Wehrgänge anzunehmen. Der Wall hatte vermutlich vier Durchgänge; je ein Tor im Norden und Süden sowie eines wahrscheinlich im Südwesten, wo eine tiefe Einsattelung als drittes Tor gedeutet wird, und im Scheitelpunkt des Walles den Bacheinlass. Das südwestliche Vorfeld der Stadt hat man für besonders gefähdet gehalten. Hier erschwert ein dreifach gestafeltes System von Annäherungsweisehindernissen zusätzlich den direkten Zugang zum Stadtwall. Die Linienführung aller drei Verteidigungsanlagen verläuft parallel zum Halbkreiswall. Man datiert sie in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts. Vervollständigt wurden die Befestigungsanlagen zum Schutz Haithabus durch eine Holzpalisade, die in flach bogenförmigen Verlauf das innere Hafenbecken gegen Angriffe und Überfalle von See schützte. (Quelle: Artikel im Flensburger
Tageblatt vom 01.03.2004) |
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