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Sehenswürdigkeiten 
 Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloß Gottorf, Schleswig
Über Jahrhunderte war das Schloß Gottorf Mittelpunkt der Macht und Dreh- und Angelpunkt der Geschichte Schleswig-Holsteins. Erst in diesem Jahrhundert wurde Kiel der offizielle Regierungssitz dieses Landes.

Seit 50 Jahren beherbergt Schloß Gottorf in der "Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloß Gottorf" zwei Museen: das Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte und das Archäologische Landesmuseum.

Seit dem 29. März 1999 werden im Rahmen der Ausstellung "Menschen der Eisenzeit" wieder die berühmten Moorleichen, Zeugen einer vergangenen Zeit, in Gottorf gezeigt.

 Ausstellung "Menschen der Eisenzeit - Grab- und Moorfunde als Geschichtsquelle"

Am 29. März 99 um 19.00 Uhr wurde im Schloß Gottorf die neue Ausstellung "Menschen der Eisenzeit - Grab- und Moorfunde als Geschichtsquelle" feierlich eröffnet. Nach drei Jahren sind damit auch die "Drei-Sterne-Sehenswürdigkeiten" - die berühmten Moorleichen , die von vielen Besuchern (werden in jedem Reiseführer erwähnt) lange vermißt wurden, wieder zu sehen. 1996 waren die Moorleichen an das dänische Museum in Silkeborg ausgeliehen worden. Anschließend wurden die Toten neu konserviert und die Körper wissenschaftlich untersucht.

"Wegen des dringenden Interesses der Öffentlichkeit" hatte Dr. Klaus Brandt, im März 1999 als kommissarischer Leiter des Archäologischen Landesmuseums, diese Sonderschau auf insgesamt 120 qm eingerichtet. Zu sehen sind verschiedene Leichen, die immerhin die 2000 Jahre alten Urahnen der heutigen Schleswig-Hoslteiner repräsentieren. Gefunden wurden die Körper beim Torfstechen. Der erste Fund war 1871 der "Mann von Rendswühren" (Kreis Plön), als letzter das "Mädchen von Windeby/Eckernförde (1952). Neben den Knochen wurden auch Haut und Haare durch die chemisch-biologischen Substanzen der Moore vor dem Verfall bewahrt.

In der Ausstellung sind das "Mädchen von Windeby", die "Männer von Damensdorf" (Hüttener Berge) und "Rendswühren" als auch der Kopf des "Mannes von Osterby/Eckernförde" zu sehen. Anhand der neuen Untersuchung stammen die Funde aus den ersten drei Jahrhunderten n.C. Allerdings gehen die Theorien um die Todesursachen immer noch auseinander: Tod als Straftäter, hingerichtet wegen Fahnenflucht oder Unzucht oder aber als Menschenopfer für die heidnischen Götter. Alle Fachleute sind sich aber sicher, daß die Moorleichen unter ungewöhnlichen Umständen starben. Damals wurden die Toten gewöhnlich verbrannt und die Asche mit persönlichen Grabbeilagen bestattet.

Die Lebenserwartung lag im Schnitt bei 35 Jahren. Die Ausstellung zeigt einen repräsentativen Querschnitt über Bestattungsbeilagen (Schmuck, Trinkgefäße, Kämme und Rasiermesser).

 Wichtige Informationen

Anfahrt:
über die Autobahn A7 Abfahrt Schleswig oder Schleswig-Schuby, dann auf die B 76, Abfahrt Schleswig-Innenstadt, anschließend der Beschilderung folgen, das Schloß liegt unübersehbar auf der linken Seite, Parkplätze vorhanden

Öffnungszeiten:
März bis Oktober: 9:00 - 17:00 Uhr, täglich geöffnet November bis Februar: Dienstag bis Sonntag 9:30 - 16:00 Uhr, (montags geschlossen)

Anschrift:
Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloß Gottorf, 24837 Schleswig, Tel. 04621/813-300, Fax 04621/813-535, Internet: www.schloss-gottorf.de

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